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WISSENSWERTES ÜBER DICHTUNGEN

Erfahren Sie mehr über Dichtungen, die unterschiedlichen Einsatz- und Verwendungsmöglichkeiten sowie die Werkstoffe aus welchen unsere Dichtungen hergestellt werden. Flachdichtungen werden überwiegend als statisches Dichtelement zwischen zwei Flanschen eingebaut. Abhängig von den verschiedenen Einsatzbedingungen wie Temperatur, Druck und Medium (z.B. Flüssigkeiten oder Gase) fällt die Wahl auf unterschiedliche Werkstoffe. Im unteren Temperaturbereich bis 100°C und Druckbereich bis ca. 40 Bar werden meist einfache Flachdichtungen aus Elastomeren (Gummi), Faserverbundwerkstoffen (z.B. Aramidfaser mit NBR), PTFE (Polytetrafluorethylen) und Graphit eingesetzt.

Bei höheren Drücken und/oder Temperaturen ist die Wahl der Dichtungsart durchaus diffiziler

und auch abhängig von der Temperatur/Druck Kombination sowie dem Einsatzmedium.

Eine Faserverbund-Dichtung aus Aramidfaser und NBR kann als Beispiel in Verbindung mit dem Medium Luft bis zu 300°C einsetzbar sein, versagt aber in Wasserdampf bereits ab ca. 110°C. Graphit ist da wesentlich flexibler von ca. -200°C bis ca. +450°C einsetzbar. Ein weiteres Kriterium für den Einsatz von Dichtungen ist der Druck. Bei Drücken von über 40 Bar kommen z.B. einfache Flachdichtungen deutlich an Ihre Grenzen. Bei dementsprechenden hohen Drücken finden dann Spiraldichtungen oder Kammprofildichtungen ihren Einsatz. Diese beiden Dichtungstypen eignen sich sehr gut für Druckbereiche von wenigen bar bis hinauf zu 400 bar; In geprüften Einzelfällen auch deutlich darüber. Gleichzeitig sind Spiraldichtungen und Kammprofildichtungen im Verbund mit Graphit-Einlagen bzw. Auflagen in dem genannten Druckbereich bei Temperaturen zwischen -200°C und 450°C einsetzbar. Entscheiden für den Einsatz von Spiraldichtungen oder Kammprofildichtungen ist die Kombination aus verwendeten Materialen in Verbindung mit der Konstruktion der Dichtungen und Flansche.

Über Spiraldichtungen

Spiraldichtungen sind auf Grund ihrer (wenn auch geringen) Elastizität für Flanschverbindungen mit leichten Bewegungen und/oder Schwingungen besser geeignet als Kammprofildichtungen. Bei Temperaturen zwischen 450°C und 1000°C finden Spiraldichtungen und Kammprofildichtungen im Verbund mit Glimmer (Mica)-Einlagen bzw. Auflagen Verwendung. Dabei ist zu beachten, dass bei Verbindung mit Glimmer (Mica) die Druckgrenze lediglich bei unter 40 Bar liegt. Wird Inconel 625 oder 1.4828 in Verbindung mit V4A verwendet liegt die Temperaturobergrenze bei 800°C Bei Spiraldichtungen wird ein V-förmig profiliertes Metallband aus unterschiedlichen metallischen Werkstoffen aufgewickelt, wobei ein Füllstoffband aus expandierten Graphit oder PTFE mit eingewickelt wird. Dieser V- förmige Querschnitt bewirkt die Verbesserung der Rückstelleigenschaften von Spiraldichtungen. Spiraldichtungen sind je nach Einsatzzweck mit und ohne Innen- und Außenringen lieferbar. Grundsätzlich wird so eine universelle Einsetzbarkeit ermöglich und Substanzen wie Wasser, Laugen, Dampf, Säuren und Gase können problemlos abgedichtet werden. Die vielen Vorteile von Spiraldichtungen finden in konventionell und nuklear betrieben Kraftwerken, chemischen und petrochemischen Anlagen, Raffinerien, im Kessel- und Apparatebau, Hochdruckrohr- leitungen mit Flanschverbindungen, in der Papier- und Zellstoffherstellung, sowie in der Luft- und Raumfahrt Anwendung. Wir bieten alle Spiraldichtungen mit und ohne Innen- und Aussenringen an. Sollten Sie besonders chemisch- resistente Varianten unserer Spiraldichtungen benötigen, präsentieren wir Ihnen gerne die auf Sie individuell ausgerichteten Lösungen.

Über Kammprofildichtungen

Die kammprofilierte Dichtung gehört zu den technischen Standards vor allem in Kraft- und Kernkraftwerken. Anwendung finden sie unter anderem als Wärmetauscher-Dichtung, bei Flanschdichtungen sowie bei Armaturendeckeln im Dampfkreislauf. Die Dichtfläche des Metallkerns besteht aus einer mit 90° profilierten Dichtfläche, auf welcher eine Weichstoffauflage installiert ist. Letztere besteht aus besonders hochwertigen Materialien, beispielsweise Graphit oder PTFE. Die kammprofilierte Dichtung kann nahezu alle Medien abdichten, abhängig vom Trägermaterial und Dichtungsauflage. Die Vorteile einer kammprofilierten Dichtung sind das Zusammenspiel von geringer Mindestflächenpressung und hoher zulässiger Maximalflächenpressung. Durch diese Charakteristik entsteht ein großes Einsatzfeld. So wird diese Dichtungsart nicht nur zur Abdichtung von Dampf, Wasser, Laugen, organischen und anorganischen Gasen, aliphatischen und aromatischen Kohlenwasserstoffen, Alkoholen, Ethern, Ketonen, sondern auch bei vielen anderen vor allem chemischen Substanzen eingesetzt. Die Einsatztemperaturen liegen von -200°C bis +1000°C. Darüber hinaus ist es durch die Verwendung von kammprofilierten Dichtungen problemlos möglich, einen Gesamtdruck von bis zu 400 bar zuverlässig zu beherrschen. Die kammprofilierten Dichtungen aus unserem Sortiment können für alle genormten Flansche von DN 10 bis zu DN 3600 verwendet werden. Sollten Sie Sonderformen benötigen, können wir Ihnen selbstverständlich auch individuelle Lösungen anbieten, die sich ebenfalls durch ein hohes Maß an Qualität auszeichnen.

Über Ring-Joint-Dichtungen

Ring-Joint-Dichtungen kommen überall dort zum Einsatz, wo Rohrleitungen und Armaturen nicht nur enorm hohen Drücken ausgesetzt sind, sondern auch extremen Temperaturen standhalten müssen. Ring-Joint- Dichtungen zählen zu den sichersten und hochwertigsten metallischen Dichtungen. Insbesondere werden sie in der Petrochemie, in Kraftwerken, in der Öl- und Gasindustrie sowie im Offshore-Bereich verwendet. Ring-Joint-Dichtungen können sowohl Temperaturen bis zu 1000°C, als auch einem Gesamtdruck von etwa 1.300 Bar standhalten. Ring-Joint-Dichtungen werden in die trapezförmige Nut der Flansche eingelegt. Dadurch kann die Bolzenbelastung ausschließlich auf einen kleinen Bereich konzentriert werden. Es ist z.B. sehr wichtig, dass das Ringmaterial selbst stets eine weichere Beschaffenheit aufweist als die Flanschenpaare. Die Verpressung der Ring-Joint-Dichtung führt zu einem Materialfluss in den Ringen an den Kontaktflächen zu den Flanschen, wodurch die hohe Dichtwirkung erreicht wird. Sie finden in unserem Sortiment nicht nur ovale und oktogonale Ring-Joint-Dichtungen, sondern auch eine große Auswahl an Sonderformen. Wir liefern entsprechend unseren Standardmaterialien oder wunschgemäss Ihren Spezifikationen.

Über Linsen Dichtungen

Linsen Dichtungen zeichnen sich gleich durch eine ganze Reihe an Vorteilen aus. Die Empfindlichkeit dieser Form der Dichtung gegenüber einer Überpressung macht sie gleich für mehrere Industriebereiche in hohem Maße attraktiv. Diese Eigenschaft wird dadurch erzielt, dass sich die Fläche zwischen der kegelförmigen Flansche und der kugelförmigen Linsen Dichtung bei stärkerem Druck vergrößert. Dies hat den Effekt zur Folge, dass sich der Presswert auf eben diesen Flächen lediglich unterproportional erhöht. Durch diesen Dichtungseffekt, welcher durch eine so genannte elastische Deformation der jeweiligen Kontaktoberflächen bewirkt wird, ergibt sich ein weiterer Vorteil: Linsen Dichtungen lassen sich mehrmals verwenden! Neben den Standarddichtungen bieten wir in unserem Sortiment auch die Sonderformen Linsen- Brillensteckscheiben wie auch Balglinsen an.

Über Gewellte Dichtungen

Gewellte Dichtungen gibt es in ganz unterschiedlichen Varianten. Einerseits unterscheiden sie sich in der Form, so dass sich sowohl runde wie auch ovale Ringe als auch langgestreckte Ringe mit Stegen beziehungsweise verschiedenartigen Laschen finden lassen. Anderseits gibt es gewellte Dichtungen mit und ohne Auflagen. Die enorme Varianz dieser Dichtungsform führt dazu, dass sie in ganz unterschiedlichen Bereichen zum Einsatz gebracht wird. Insbesondere überall dort, wo biegeschwache Flansche verwendet werden, kommen gewellte Dichtungen (inklusive Drehmomentstütze) zur Anwendung. Dabei unterscheidet man drei Grundvarianten: Gewellte Dichtungen mit flächenförmigen Weichstoffauflagen, Gewellte Dichtungen mit Schnurauflagen oder Gewellte Dichtungen ganzmetallisch, also ohne Auflage.  In unserem Sortiment bieten wir Ihnen maßgeblich alle drei Grundvarianten an, welche allesamt bei Bedarf in unterschiedlichen Abwandlungen von uns geliefert werden können.

Über Metallische Flachdichtungen

Metallische Flachdichtungen finden überall dort Einsatz, in denen die Verwendung anderer Dichtungen aufgrund extremer Grundvoraussetzungen nicht möglich ist. Faktoren, die den Einsatz metallischer Flachdichtungen erforderlich machen, sind beispielsweise besondere Temperatur- und Druckwerte oder aber eine Leckagerate, die die Einsatzfähigkeit von Weichstoffdichtungen unmöglich macht. Je nach Beschaffenheit der Flanschflächen beziehungsweise der Einsatzbedingungen unterscheidet sich die Dicke der metallischen Flachdichtungen. Ist die Oberflächengüte sowie die Glattheit der Flansche besonders gut, kann eine vergleichsweise dünne Metallische Flachdichtung eingesetzt werden. Dabei liegt die Varianz beispielsweise bei 2 bis 3 mm bei Wärmetauschern oder 0,5 bis 1 mm für Spinndüsenstöcken. Metallische Flachdichtungen werden je nach Bedarf ein Einsatzgebiete aus unterschiedlichen Metallen hergestellt. Wir bieten Ihnen in unserem Sortiment je nach Ihrem Bedarf Flachdichtungen aus unterschiedlichen Metallen.

Über Gummi-Stahl-Dichtungen

Gummi-Stahl-Dichtungen werden vor allem zum Abdichten von Gas, Wasser, Säuren und Laugen, Luft sowie Kohlenwasserstoffen verwendet. Obwohl sie nur bei vergleichsweise geringen Temperaturen von bis zu 200°C und nur niedrigen Druckverhältnissen eingesetzt werden können, zeichnen sich Gummi-Stahl-Dichtungen durch eine ganze Reihe von Vorteilen aus. Sie bestehen aus einem Stahlring, der von Gummi (Kautschuk) ummantelt ist. Dadurch ist eine Gummi-Stahl- Dichtung nicht nur korrosions-, sondern auch mediengeschützt. Der optimale Anwendungsbereich von Gummi- Stahl-Dichtungen findet sich überall dort, wo wirkungsvolle Abdichtungen von vergleichsweise kühlen Substanzen mit sehr geringen Leckageraten, gekoppelt mit niedrigen Verschraubungkräften erforderlich sind. Der innenliegende Stahlring verhindert dabei, dass die Dichtung durch den vorherrschenden Druck herausgepresst wird.

Über Rein-Graphit-Dichtungen

Rein-Graphit-Dichtungen sind in sämtlichen Industriebereichen weit verbreitet. Unter anderem finden sie sich überall dort, wo sich auch enorm hohe Temperaturen finden lassen oder aber Substanzen, die sich durch eine besondere Aggressivität auszeichnen. Daher kommen Rein Graphit-Dichtungen gerade bei der Herstellung von Pumpen und/oder Abgassystemen zum Einsatz. Besonders die Wandelbarkeit dieser Dichtungen machen diese für viele Bereiche so attraktiv. Beispielsweise können Rein-Graphit-Dichtungen mit Edelstahlklappen ergänzt oder mit PTFE beziehungsweise Kupfer imprägniert werden, um bessere Ergebnisse und eine optimale Anwendung zu erzielen. Durch die Imprägnierung kann Graphitfolie auch bei Temperaturen von mehr als 450°C eingesetzt werden.

Über Weichstoff Dichtungen

Weichstoff-Dichtungen gehören zu den exklusiven Dichtungstypen. Sie zeichnen sich durch eine exzellente Temperaturbeständigkeit aus, wobei verschiedene Temperatur-Maximalwerte erreicht werden können. Jene sind vor allem deshalb unterschiedlich, weil sich Weichstoff-Dichtungen durch die Verwendung unterschiedlicher Materialien (je nach Bedarf) auszeichnen. Weichstoff-Dichtungen haben einen inneren Kern, welcher in der Regel aus Aramid- oder Keramik-Fasern, PTFE oder Graphit besteht. Weichstoff-Dichtungen werden überall dort eingesetzt, wo eine erhöhte Überpressung vorherrscht. Dieser wird durch ein Kammersystem im Inneren der Dichtung, welches mit den Weichstoffen gefüllt ist, entgegengewirkt. Die unterschiedlichen Kombinationen von Metall- und Weichstoffen können bei uns erfragt werden.

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